AFRIKA: KONTINENT MIT EINEM ENORMEN POTENZIAL

Wiege der Menschheit
Seien es die ägyptischen Pyramiden, der knapp 5'900 Meter hohe Kilimandscharo, die grossen Nationalparks oder das Kap der guten Hoffnung: Als Reiseziel bietet Afrika eine enorme Vielfalt. Entsprechend beliebt ist der drittgrösste Kontinent der Welt bei den Touristen. Laut Zahlen von Statista verzeichnete Afrika im vergangenen Jahr 62.1 Mio. internationale Ankünfte – knapp ein Viertel mehr als 2010. Die unzähligen geografischen Höhepunkte können nicht darüber hinwegtäuschen, dass der als «Wiege der Menschheit» geltende Kontinent auch in sozialer und politischer Hinsicht einige Extreme kennt. Viele Afrikaner leiden unter Bürgerkriegen, Ausbeutung, Epidemien und Hunger. Diese Gemengelage macht es so mancher Region schwer, in wirtschaftlicher Hinsicht in die Gänge zu kommen. Und doch lässt sich in vielen Teilen Afrikas eine allgemeine Aufbruchstimmung feststellen.

Positive Prognosen
Der Internationale Währungsfonds (IWF) teilt den Kontinent bei seinen Prognosen in zwei Teile auf. Als Trennlinie fungiert dabei die Sahara. 49 Staaten liegen südlich der grössten Wüste der Welt und zählen daher zur Subsahara-Zone. Nach dem Abschwung der Jahre 2015 und 2016 nimmt die Konjunktur in der Region wieder Fahrt auf. Für das laufende und die kommenden Jahre rechnet der IWF mit einer stetigen Wachstumsbeschleunigung. 2023 könnte die Wirtschaft in den Subsahara-Ländern um 4% und damit so stark wie seit 2014 nicht mehr expandieren (siehe Grafik I). Beim Aufschwung spielt Afrika die Erholung an den Rohstoffmärkten in die Hände. Egal, ob Öl, Metalle oder landwirtschaftliche Erzeugnisse – ein Grossteil der Exporte geht auf die Naturwaren zurück. China gewinnt dabei als Abnehmer immer stärker an Bedeutung. Hier geht es direkt zu Anlagelösungen passend zum Thema «Afrika: Kontinent mit einem enormen Potenzial». 

Günstige Demografie
Der Kontinent verfügt über weitaus mehr Potenzial. Das McKinsey Global Institute (MGI) hat sich 2016 intensiv mit den Perspektiven der Region auseinandergesetzt. Die Studie trägt den passenden Titel «Lions on the Move». In der Tat könnte der afrikanische Löwe gerade zum Sprung ansetzen. MGI verweist unter anderem auf die junge und wachsende Bevölkerung. Beispielsweise beträgt das Durchschnittsalter in Südafrika weniger als 27 Jahre. Zum Vergleich: In den USA bewegt sich diese Zahl gerade in Richtung 40. Laut MGI könnte die Erwerbsbevölkerung 2034 bei 1.1 Mrd. Menschen liegen. Damit würde Afrika sowohl China als auch Indien übertreffen. Für die Wirtschaft geht es nun darum, ausreichende Jobs zu schaffen. MGI sieht positive Signale, die neuen Stellen übertreffen bis dato die Zunahme der Zahl an arbeitsfähigen Menschen. In einer alternden Welt ist diese Entwicklung der Studie zufolge für Afrika eine echte Trumpfkarte.

Wachsende Konsumausgaben
Hinzu kommt der technologische Fortschritt. Nach Ansicht von MGI bietet die um sich greifende Ausbreitung von Internet und mobiler Kommunikation Afrika eine immense Gelegenheit, Wachstum und Produktivität zu erhöhen. Schätzungen zufolge könnte bereits 2020 jeder zweite Afrikaner ein Smartphone besitzen. 2015 lag die Penetrationsrate bei gerade einmal 18%. Passend zu dieser Entwicklung breiten sich mobile Bezahlsysteme – vor allem im Osten des Kontinents – rasant aus. Nicht nur das Technologiesegment, auch der Konsum expandiert. Ein Mix aus Bevölkerungswachstum, Urbanisierung und steigenden Einkommen sorgt dafür, dass die Ausgaben der privaten Haushalte stetig zunehmen. Im Zeitraum 2011 bis 2017 galt dies Prognosen zufolge für viele wichtige Länder der Subsahara-Zone (siehe Grafik II). MGI taxiert die privaten Konsumausgaben für den gesamten Kontinent per 2015 auf USD 1.4 Bio. Bis 2025 halten die Forscher einen Anstieg auf knapp USD 2.1 Bio. für möglich. Natürlich können die positiven Prognosen nicht über die Herausforderungen hinwegtäuschen, welche vor dem Kontinent liegen. Als die vordringlichsten Aufgaben nennt das Institut die Mobilisierung von mehr lokalen Ressourcen, eine aggressive Diversifikation der Volkswirtschaften, die Beschleunigung der Infrastrukturentwicklung, eine tiefere regionale Integration, die Förderung der Talente von morgen sowie die Sicherstellung einer gesunden Urbanisierung.

Grafik I: Wirtschaftswachstum in der Region Subsahara (in %)

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Grafik II: Prognose zur Entwicklung der Pro-Kopf-Konsumausgaben in Subsahara-Ländern (in USD pro Tag)

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